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DAFV Heft zum Fisch des Jahres 2020 - Nase (Chondrostoma nasus)
DAFV Heft zum Fisch des Jahres 2020 - Nase (Chondrostoma nasus)
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Die Nase gehört zu den am meisten unterschätzten Fischen unserer Flüsse – und zugleich zu den ökologisch wichtigsten. Mit ihrer Wahl zum Fisch des Jahres 2020 rückte eine Art in den Fokus, die vielen kaum bekannt ist, deren Verschwinden jedoch weitreichende Folgen für ganze Fließgewässersysteme hat.
Dieses Heft ist ein fundiertes Zeitdokument über eine Fischart, die stellvertretend für den Zustand unserer Flüsse steht, sachlich, wissenschaftlich fundiert und praxisnah aufbereitet.
Warum die Nase als Fischart so bedeutend ist
Die Nase ist ein typischer Friedfisch schnell fließender, kiesgeprägter Gewässer.
Durch ihre spezielle Ernährungsweise, sie weidet Algen von Steinen und Kiesbänken ab, übernimmt sie eine zentrale Rolle in der Nahrungsnetzsteuerung von Fließgewässern. Gesunde Nasenbestände können eutrophierende Effekte im Kieslückensystem reduzieren und tragen damit direkt zur Gewässerqualität bei!
Mit der Wahl zum Fisch des Jahres machen der Deutscher Angelfischerverband (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) auf diese stark gefährdete, aber kaum bekannte Fischart aufmerksam.
Inhalte des Heftes zur Nase – tiefgehend und fachlich
Das DAFV-Heft beleuchtet die Nase umfassend und aus unterschiedlichen Blickwinkeln:
• Biologie, Ökologie und Lebensraum
• Körperbau, Ernährung, Fortpflanzung und Entwicklung
• Historische Verbreitung der Nase, insbesondere in Donau, Elbe und anderen großen Flüssen
• Die Nase als früher Brotfisch und ihre fischereiliche Bedeutung
• Gefährdungs- und Belastungsfaktoren, darunter Querbauwerke, Feinsedimente und Schadstoffe
• Schutz, Entwicklung und Management gefährdeter Nasenbestände
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der wissenschaftlichen Einordnung der Nase als Indikatorart für erfolgreiche Renaturierungsmaßnahmen.
Die Nase – vom Massenfisch zur Rarität
Noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Nase in vielen Flüssen Deutschlands häufig. Heute sind ihre Bestände regional stark zurückgegangen oder sogar ganz verschwunden. Das Heft zeigt nachvollziehbar auf, wie der Verlust von Laichhabitaten, der Ausbau von Wasserkraftanlagen und strukturelle Veränderungen der Flüsse zum stillen Verschwinden dieser Art geführt haben – und welche Konsequenzen das für unsere Gewässer hat.
Praxisbezug und Projekte
Neben theoretischen Grundlagen stellt das Heft konkrete Beispiele aus der Praxis vor, darunter:
• Untersuchungen zum Lebenszyklus der Nase vor und nach dem Bau von Kraftwerksanlagen
• Projekte zur Aufzucht und Wiederansiedlung, etwa in Karpfenteichen
• Das Projekt „Laichnasen“ als Beispiel für erfolgreichen Arten- und Gewässerschutz
Damit richtet sich das Heft gezielt auch an Vereinsvorstände, Gewässerwarte und Projektverantwortliche. Dieses DAFV-Heft ist ein wertvolles Nachschlagewerk für alle, die Fließgewässer nicht nur nutzen, sondern verstehen und erhalten wollen.
Die Nase zeigt eindrucksvoll, wie eng Fischbestand, Gewässerstruktur und Wasserqualität miteinander verknüpft sind – und warum Renaturierung messbar wirkt.
Details auf einen Blick
• Titel: DAFV Heft – Fisch des Jahres 2020: Nase (Chondrostoma nasus)
• Herausgeber: Deutscher Angelfischerverband e.V.
• Inhalt: Biologie, Ökologie, Verbreitung, Gefährdung, Renaturierung, Praxisprojekte
• Zielgruppe: Angler, Vereine, Gewässerwarte, Schulen, Naturinteressierte
• Charakter: Fachbroschüre, Zeitdokument, Renaturierungs- und Indikatorfisch
